Arbeitslosigkeit sinkt – noch keine nachhaltige Trendwende auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk Korbach

Korbach. Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Korbach ist rückläufig – sowohl im Vergleich mit dem Vormonat als auch mit dem Vorjahr. In den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder waren im Mai 8446 Menschen ohne Arbeit gemeldet, das waren 256 weniger als im April (minus 2,9 Prozent) und 196 weniger als im Mai 2025 (minus 2,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote betrug 4,5 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und im Vorjahr. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit von April auf Mai liegt im saisonüblichen Umfang“, kommentiert der Korbacher Agenturleiter Volker Breustedt. „Wir verzeichnen auch gegenüber dem Vorjahr weniger Arbeitslose, was grundsätzlich erfreulich ist. Diese Verringerung geht ausschließlich auf die Jobcenter zurück, während die Arbeitsagentur einen leichten Anstieg registriert hat.“ Damit lasse eine nachhaltige Trendwende am Arbeitsmarkt noch auf sich warten. Eine schwache Konjunktur, hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie globale Konflikte sorgten weiter für wirtschaftliche Unsicherheit, die sich unter anderem in einer vorsichtigen Einstellungspolitik der Unternehmen äußerten. Gleichwohl gibt es laut Breustedt durchaus Chancen auf dem Arbeitsmarkt: „Es sind mehr als 2100 Stellen im Agenturbezirk zu besetzen, in größerem Umfang zum Beispiel im verarbeitenden Gewerbe, im Handel, in der Logistik, im Gesundheits- und Sozialwesen. Außerdem sind seit Januar im Agenturbezirk Korbach mehr offene Stellen neu gemeldet worden als im gleichen Zeitraum 2025. Entscheidend ist, dass die Qualifikation passt.“ Arbeitnehmer könnten sich z.B. in den Bildungspunkten in Korbach und Homberg/Efze rund um Weiterbildung und Qualifizierung informieren (www.komm-in-den-punkt.de). Unternehmen könnten sich auch direkt an ihre Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service der Agentur wenden, um sich hinsichtlich Personalplanung, innerbetrieblicher Weiterbildung und Fördermöglichkeiten beraten zu lassen. Im Jahresvergleich ist bei den meisten Personengruppen die Arbeitslosigkeit zurückgegangen, vor allem bei den Ausländern (minus 8,8 Prozent) und den Jüngeren bis 25 Jahren (minus 6,6 Prozent), gefolgt von Frauen (minus 3,1 Prozent) und Männern (minus 1,6 Prozent). Bei den Älteren ab 50 Jahren ist hingegen seit Mai 2025 ein leichter Zuwachs um 0,4 Prozent zu verzeichnen. 2441 Langzeitarbeitslose waren im Mai gemeldet, das waren 49 weniger als im April (minus 2 Prozent), aber 83 mehr als vor einem Jahr (plus 3,5 Prozent).

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In beiden Rechtskreisen ist die Arbeitslosigkeit binnen eines Monats zurückgegangen: Bei der Arbeitsagentur (Rechtskreis Sozialgesetzbuch III) um 110 Personen auf 3690 (minus 2,9 Prozent). Bei den beiden Jobcentern im Agenturbezirk (Rechtskreis Sozialgesetzbuch II) waren 4756 Arbeitslose registriert (minus 146 gegenüber April, minus 3 Prozent). Der Jahresvergleich zeigt weiterhin ein gegenläufiges Bild: Während bei der Arbeitsagentur seit Mai 2025 insgesamt 100 Arbeitslose mehr gemeldet sind (plus 2,8 Prozent), waren es bei den Jobcentern 296 weniger (minus 5,9 Prozent). 2151 offene Stellen waren zum Stichtag im Agenturbezirk gemeldet, das sind 42 mehr als im April und 175 weniger als im Mai 2025. Seit Jahresbeginn wurden im Agenturbezirk 2602 Stellen neu gemeldet, 195 mehr als 2025. Im Agenturbezirk haben bis zum 22. Mai 5 Betriebe neu Kurzarbeit angezeigt, von der maximal 53 Beschäftigte betroffen sein können. Vor einem Jahr waren es 9 Betriebe mit bis zu 72 betroffenen Mitarbeitenden.

 

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Die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen

In Waldeck-Frankenberg waren im Mai 3890 Menschen arbeitslos gemeldet, 99 weniger als im April (minus 2,5 Prozent) und 294 weniger als vor einem Jahr (minus 7 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 4,4 Prozent, vor einem Monat hatte sie 4,5 und vor einem Jahr 4,7 Prozent betragen. Der Bestand an offenen Stellen hat sich seit April um 11 auf 1262 erhöht, das sind 81 weniger als vor einem Jahr.

Korbach mit Bad Wildungen: 1626 Personen ohne Arbeit waren im Mai in Korbach und Bad Wildungen gemeldet, 86 weniger als im April (minus 5 Prozent) und 168 weniger als vor einem Jahr (minus 9,4 Prozent). Die Quote lag mit 3,9 Prozent um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im April und um 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Mai 2025.

Geschäftsstelle Frankenberg: 1368 Arbeitslose verzeichnete die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat, 8 weniger als im April (minus 0,6 Prozent), und 142 weniger als vor einem Jahr (minus 9,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 4,8 Prozent, vor einem Jahr hatte sie 5,2 Prozent betragen.

Geschäftsstelle Bad Arolsen: In der Geschäftsstelle Bad Arolsen ist die Zahl der Arbeitslosen um 5 auf 896 gesunken (minus 0,6 Prozent), das sind 16 mehr als vor einem Jahr (plus 1,8 Prozent). Die Quote lag mit 5,0 Prozent um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im April und um 0,1 Prozentpunkte höher als im Mai 2025.

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Im Schwalm-Eder-Kreis waren im Mai 4556 Arbeitslose registriert, 157 weniger als im April (minus 3,3 Prozent) und 98 mehr als im Vorjahresmonat (plus 2,2 Prozent). Die Quote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent, vor einem Jahr hatte sie bei 4,4 Prozent gelegen. 889 offene Stellen waren im Schwalm-Eder-Kreis gemeldet, 31 mehr als im April 2026 und 94 weniger als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg: 2271 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst, 51 weniger als im April (minus 2,2 Prozent) und 178 mehr als vor einem Jahr (plus 8,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote verringerte sich seit April von 4,9 auf 4,8 Prozent, das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

Geschäftsstelle Melsungen: Die Geschäftsstelle Melsungen verzeichnete innerhalb eines Monats einen Rückgang um 63 Arbeitslose auf 1200 (minus 5 Prozent), das waren 27 weniger als im Mai 2025 (minus 2,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank von 4,9 auf 4,7 Prozent, vor einem Jahr hatte 4,8 Prozent betragen.

Geschäftsstelle Schwalmstadt: 1085 Menschen auf Jobsuche zeigte die Mai-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, 43 weniger als im April (minus 3,8 Prozent) und 53 weniger als im Mai des Vorjahres (minus 4,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 4,0 Prozent und damit jeweils um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im vorigen Monat und im vorigen Jahr.

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